WobIntoshs Blog

Irrungen und Wirrungen eines FaMIs

Siwiarchiv Blogparade: Welche archivischen Blogs fehlen?

Das Blog des Siwiarchivs feiert seinen fünften Geburtstag, anlässlich dessen eine Blogparade ins Leben gerufen wurde. Thema sollen jene archivischen Blogs sein, die wir gerne schreiben würden, aber nie zu starten gewagt haben. Erstaunlicherweise habe ich erst kurz vor Veröffentlichung des Artikels darüber nachgedacht, daher kann ich hier meine Gedanken von neulich weiterverarbeiten. Was ich mir insbesondere wünschen würde, wäre ein aktives Archivblog aus dem Norden - insbesondere das niedersächsische Archivwesen scheint mir im Netz wenig aktiv zu sein.

Bibliotheksspiel: The Librarian

In der aktuellen c’t1 habe ich eben ein interessantes Spiel gefunden: The Librarian The Librarian ist ein 3D-Plattformer mit Rätsel- bzw. Puzzleelementen. Der Spieler steuert einen Bibliothekar, der seine Bücher vor einem nicht näher beschriebenen Unheil beschützen muss. Das ganze ist ziemlich surreal, zumal offenbar im späteren Spiel auch die Naturgesetze außer Kraft gesetzt sind. Zwar habe ich, der nur sehr selten Plattformer spielt, es nicht zu diesem Punkt geschafft, im Intro heißt es jedoch: “The power to shift past, present and future.” Ich habe den Verdacht, dass das Spiel inspiriert wurde durch die Serie “The Librarians”, auf jeden Fall ist es ähnlich kurios.

Ganz kurz notiert: Adventskalender

…wie üblich drüben bei Dörte auf bibliothekarisch.de. Vielleicht suche ich die Tage noch die für mich spannendsten raus, eigentlich hat Dörte aber schon hervorragende Arbeit geleistet und die besonders schönen schon markiert. Vielleicht spare ich’s mir dieses Jahr auch ganz. Frohe (Vor-)Weihnachtszeit!

Zwei neue Publikationsreihen aus niedersächsischen Archiven

Ich möchte kurz auf zwei (relativ) neue, kostenlose Publikationsreihen aus niedersächsischen Archiven hinweisen: Das Archiv - Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte Seit Mai diesen Jahres gibt das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation der Stadt Wolfsburg dieses Heft gedruckt und als PDF heraus. Der Fokus des Heftes liegt, wie schon der Titel nahelegt, weniger im Archivwesen als vielmehr in der Stadtgeschichte. In der aktuellen Auflage werden u.a. behandelt: Die Digitalisierung der Sexualität und ihre Folgen (Justin Hoffmann) Eine verpasste Chance!

Gelesen im im Juni 2016

Im Mai war ich zum Praktikum in Braunschweig, das heißt, meine Pendelzeit hat sich um etwa 40 Minuten je Fahrt verkürzt, das schlägt sich im Juni stark in meiner (gedruckten) Lektüre wieder. Ich habe es tatsächlich zum ersten Mal seit längerer Zeit geschafft, nur ein Buch gelesen zu haben: Arnaldur Indriðason. Tödliche Intrige / Bergisch Gladbach : Bastei Lübbe, 2005 Was soll ich sagen, die bisher gelesenen Bücher von Indriðason (was fast alle sind) fand ich eigentlich ausnahmslos sehr gut, mit diesem habe ich sehr gehadert, deshalb habe ich auch relativ lange dafür gebraucht.

Interessantes aus der Legislative

1. Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Kultur und Medien (22. Ausschuss) zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung - Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Kulturgutschutzrechts (Bundestags-Drucksache 18⁄8908) Die vom Ausschuss für Kultur und Medien empfohlenen Änderungen beziehen sich unter anderem auf die Möglichkeit für Eigentümer von Kulturgut, sich in einem sogenannten Negativattest bescheinigen zu lassen, dass ihr Kulturgut für eine Eintragung in ein Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes nicht in Frage kommt.

Spiegel: Reform des StUG?

Im letzten Spiegel (22.2016) findet sich ein Beitrag von Stefan Berg über das Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) 1, demzufolge der erste BStU, Hansjörg Geiger, im Zuge der Übernahme des BStU durch das Bundesarchiv eine Reform des StUG erfolgen sollte. Seiner Meinung nach sei das Gesetz in der aktuellen Fassung nicht vollständig verfassungskonform, weil weil die Sondersituation, die zur Einrichtung des BStU geführt hat, nicht länger existiert und die Informationen weitgehend rechtswirdrig gesammelt worden seien.

Gelesen im Mai 2016

Florian Freistetter. 2012 : Keine Panik / 5. Auflage. Hannover : jmb-Verlag, Dezember 2012 Der Astronom Florian Freistetter (Astrodicticum simplex) erklärt, warum die Welt 2012 nicht untergegangen ist (eigentlich, warum sie nicht untergehen wird, aber ich las das Buch erst jetzt). Auch, wenn das Buch in dem Sinne natürlich veraltet ist, stehen uns doch ständig neue Weltuntergänge bevor und auch die Argumentation bleibt immer die selbe. Das Buch führt interessiertes Publikum in Grundlagen der Astronomie ein und wird sicher auf Jahre hinaus zur Widerlegung vieler Verschwürungstheorien hilfreich sein.

Tweets zum Niedersächsischen Archivtag 2016

Aus dem Grußwort des Präsidenten der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg: Piper: Informationen nach zehn Jahren quasi historisch #NAT16 — WobIntosh (@WobIntosh) April 18, 2016 Das Uniarchiv #Oldenburg wurde erst 2011 gegründet. #NAT16 — WobIntosh (@WobIntosh) April 18, 2016 Grußwort der Bürgermeisterin Oldenburgs, Germaid Eilers-Dörfler: Die Bürgermeisterin #Oldenburgs setzt große Hoffnungen in digitale Archive, hofft zukünftig “auf Schachteln” verzichten zu können #NAT16 — Norman Lippert (@normanlippert) April 18, 2016 Archive hätten für Stadte und Gemeinden schon immer einen hohen Stellenwert, sagt die Bürgermeisterin.

Kurz notiert: Sehrgutachten

Wie berichtet, stellen die wissenschaftlichen Dienste des Bundestages nach und nach immer mehr Ausarbeitungen direkt zur Verfügung, so auch das von mir angefragte Gutachten “Zugang zu Akten der ehemaligen DDR nach Bundesarchivgesetz, Stasi-Unterlagen-Gesetz und Landesarchivgesetzen der neuen Bundesländer (WD 3 - 287⁄12). Da die Übersichtsseite des Bundestages nur nach Kategorien geordnet ist, hat die Open Knowledge Foundation Deutschland eine Plattform gebaut, auf der die Dokumente im Volltext durchsuchbar sind: sehrgutachten. Auch wenn das Urheberrecht laut Netzpolitik unklar ist, kann man doch schön stöbern - vielleicht findet der/die ein oder andere ja etwas interessantes.