Mein WordPress-Setup #2

Nachdem mein letzter Artikel zu meinem WordPress-Setup nun scheinbar mehr als zwei Jahre alt ist1, ist es wohl Zeit für einen neuen Überblick – es hat sich in dieser Zeit doch einiges geändert. Ich stelle die Plugins hier jeweils kurz vor, weiter unten habe ich sie auch verlinkt.

Zuallererst hat sich in der Zwischenzeit das ein oder vielmehr andere Mal das Theme geändert. Setzte ich damals noch Ari2 vom Elmastudio ein, so bin ich irgendwann auf Themes vol Oliver Gast umgestiegen, derzeit nutze ich DREIZEHN3 mit einigen kleinen Anpassungen.

Auch einige grundlegende Änderungen gab es, so habe ich mich vor kurzem endgültig vom Kommentarbereich verabschiedet. Gründe? Es kommentiert sowieso kaum jemand, leere Kommentarspalten sehen doof aus und so bin ich wenigstens dem Spam los. Dazu habe ich die Funktion im Code abgeschaltet, sodass nur noch Pingbacks möglich sind. Dazu habe ich Regeln für Gastartikel erstellt, mein Impressum umgeschrieben und gerade eben beschlossen, für’s erste alleine zu bloggen, ohne andere feste Autoren. So kann ich dann jegliche Artikel, die bezahlt wurden, aus dem Blog raushalten und dafür das Themenspektrum einigermaßen sauber abgrenzen. Für Gastartikel bin ich natürlich weiterhin offen, die Richtlinien finden sich auf der Impressum-Seite.

Eingestellt habe ich das Tracking mit Piwik – ich habe sowieso nie in die Statistiken reingeguckt, geschweige denn sie ausgewertet. Weggefallen sind zwischenzeitlich auch die Widgets, die ich anfangs noch genutzt hatte. Für Kategorien habe ich einen eigenen Menüpunkt eingerichtet, meine Social Media Profile sowie der RSS-Feed sind jetzt im Footer verlinkt und eine zugegebenermaßen noch nicht ganz vollständige Übersicht über meine Profile findet sich im Menü unter Mein Setup > Meine Profile.

Die letzte kleine Änderung betrifft die Lizenz, unter der meine Inhalte stehen. Diese habe ich auf CC-BY-SA 4.0 geändert. Das bedeutet, dass die Inhalte unter Nennung des Urhebers und bei Weitergabe unter selber Lizenz verändert und auch kommerziell genutzt werden dürfen.4

Besonders viel verändert hat sich bei den eingesetzten Plugins. Bin ich damals noch mit sechs Plugins ausgekommen, sind es heute ganze 16 aktive. Zwischenzeitlich habe ich schon das Plugin für Do-Follow-Links bei Kommentaren und das Plugin zum Ablehnen des Piwik-Trackings entfernt, ersteres, weil es mir letztlich nichts gebracht hat, letzteres, weil ich Piwik sowieso gelöscht und durch Statify ersetzt habe. Das ist ein kleines Plugin, das datenschutzrechtlich einwandfreie Statistiken direkt ins Dashboard liefert. Zwar nicht so umfangreich wie Piwik, aber das ist ja sowieso zu viel für meine Ansprüche. Dem Wegfall der Kommentare zuzuordnen ist auch der Wegfall der Antispam Bee. Die kleine Biene ist sehr gut im Erkennen vom Spam-Kommentaren – aber ohne Kommentare leider überflüssig und daher weniger der Funktionalität sondern der Arbeitslosigkeit wegen weggefallen.

Ebenfalls entfernt habe ich die 2 Click Social Media-Buttons (benutzt sowieso niemand, Design passte mäßig zum Theme und wer was sharen will, kann auch die URL kopieren oder benutzt sowieso ein Browser-Addon.

Passend dazu habe ich irgendwann mal beschlossen, meine Posts manuell via Hootsuite zu teilen (was zur Folge hatte, dass einige Zeit lang nicht alles geteilt wurde) und dabei das Social-Plugin gekickt. Das Sharing erledigen nun ifttt und Buffer für mich, darauf werde ich bei Gelegenheit nochmal in einem gesonderten Artikel genauer eingehen.

Zuletzt habe ich noch WP Permalauts entfernt. Das hat mir lange gute Dienste geleistet, um Umlaute in URLs lesbar zu machen, diese Funktionalität bringt WordPress allerdings seit einigen Versionen von Haus aus mit, womit auch dieses Plugin überflüssig geworden ist.

Als einziges der Plugins von damals geblieben ist Jetpack, bei dem ich allerdings nur drei der unzähligen Funktionalitäten wirklich nutze:

  • Erweiterte Verbreitung – Neue Inhalte werden automatisch an bspw. Suchmaschinen weitergegeben
  • Omnisearch – Erweiterung der Suche
  • Shortcodes einbetten – Einfache Einbindung von Inhalten aus Plattformen wie bspw. YouTube

Ausprobieren werde ich bei Gelegenheit auch Markdown und eventuell das Bloggen per Mail. Da das Plugin aber letztlich so vieles bietet, was ich nicht nutze, kann ich auch nicht ausschließen, dass ich das bei Gelegenheit durch einzelne, kleinere Plugins austausche. Wer entsprechende Empfehlungen hat, kontaktiere mich auf den gängigen Wegen (Twitter/ADN/Kontaktformular).

Hinzugekommen ist unterdessen unter anderem © Feed. Dieses Plugin hängt an alle Posts, die im Feed erscheinen, eine Nachricht dran, die darüber Auskunft gibt, wo der Beitrag zuerst veröffentlicht wurde. Damit lassen sich zum einen Content-Diebe überführen, zum anderen sehen die Leser auf Seiten, die ihre Inhalte aus den RSS-Feeds anderer Seiten aggregieren dann, woher der Inhalt ursprünglich stammt und können dann dort weiterlesen, sofern sie die Themen interessieren. Nicht, dass das für mich unverzichtbar wäre, aber schon um auf die Lizenz, unter der die Inhalte stehen, hinzuweisen ist es doch ganz praktisch.

Ebenfalls dazugekommen sind einige Plugins, die in den Artikeln zusätzliche Darstellungsmöglichkeiten eröffnen.

So habe ich beispielsweise für die Einbindung von Code-Beispielen die Plugins WP-Syntax und WP-Syntax Editor Integration Plugin installiert, womit direkt im Editor ein Code-Beispiel geöffnet und gefüllt werden kann. Das neueste Plugin ist TablePress, das die Möglichkeit bietet, direkt im Editor Tabellen zu erstellen. Zur Einbindung von Apps, Programmen aus dem Mac App Store, Steam-Spielen, WordPress-Plugins und vielem mehr nutze ich das Plugin WP-Appbox, eine eierlegende Wollmilchsau auf dem Gebiet. Für das Kontaktformular nutze ich schon seit einiger Zeit Contact Form 7, das de facto Standard-Plugin für das Erstellen von Kontaktformularen aller Art. Zwar bietet auch Jetpack die Möglichkeit, ein Kontaktformular zu erstellen, dies muss aber bspw. ohne Captcha auskommen.

Außerdem habe ich eine Reihe von Plugins installiert, von denen ihr als Leser nichts mitbekommt. Dies sind:

  • WP Antivirus – Virenscanner für WordPress-Installationen, der Einbrüche zuverlässig erkennen soll
  • Broken Link Checker – Erkennt fehlerhafte Links und hilft bei der Beseitigung. Dabei hat man als User die Wahl, ob man den Link löschen und entsprechend kennzeichnen oder durch einen Alternativlink ersetzen will. Hierfür bietet das Plugin entsprechende Archive.org-Links an, sofern vorhanden.
  • Cachify – Erweitert WordPress um eine Caching-Funktionalität. Ob das wirklich was bringt, mag ich nicht so recht beurteilen, auf jeden Fall schadet es nicht.
  • Google XML Sitemap – Erstellt eine Sitemap für die einfachere Indizierung durch Suchmaschinen
  • Limit Login Attempts – Begrenzt die Zahl der Einloggversuche bei fehlerhafter Eingabe des Passworts und sperrt IP-Adressen nach dem Erreichen der Grenze für eine definierte Zeit aus.
  • Simple 301 Redirects – Plugin zum Abfangen von 404-Fehlern. Es protokolliert die auftretenden Fehler und bietet die Möglichkeit an, die Links entsprechend umzuleiten. Sinnvoll besonders, wenn man wie ich einiges an Artikeln, Seiten etc. gelöscht hat
  • Snitch – Netzwerkmonitor für WordPress. Zeichnet alle ausgehenden Verbindungen auf. Diese lassen sich bei Bedarf sperren, entweder alle Zugriffe auf eine bestimmte Domain oder alle Zugriffe aus einer bestimmten Datei heraus
  • WordPress Database Backup – Plugin zum regelmäßigen Erstellen von Datenbankbackups. Man kann einstellen, welche Tabellenspalten gesichert werden sollen, das Backup wird dann als Archiv an die angegebene Mailadresse versendet. Auch das Erstellen eines außerplanmäßigen Backups, etwa vor Änderungen am Theme ist möglich, dieses kann auch direkt auf den Rechner heruntergeladen oder auf dem Server gespeichert werden.

Im deaktivierten Zustand schlummern noch drei weitere Plugins in meiner Installation, die zum Debuggen bzw. Bearbeiten größerer Datenmengen nützlich sind. Im einzelnen sind das:

  • P3 (Plugin Performance Profiler) – Dieses Plugin misst, wieviel der Ladezeit welches Plugin für sich beansprucht. Sehr gut, mum Performance-Killern auf die Spur zu kommen.
  • Suchen & Ersetzen – Suchen & Ersetzen in der Datenbank. Ist mitunter ganz sinnvoll, etwa, um bestimmte Wörter in allen Artikeln zu ändern
  • Term Management Tools – Plugin zum Bearbeiten von Schlagwörtern. Sinnvoll etwa, um Schlagwörter zusammenzufassen.

Das sind die Plugins, die ich im täglichen Umgang benutze. Es ist abzusehen, dass noch eins für Bildergalerien dazu kommen wird, eventuell wird das ein oder andere Plugin die drei verbliebenden Jetpack-Funktionalitäten ersetzen.  

Liste der Plugins

Plugin Autor URL
Statify Sergej Müller wordpress.org
Jetpack Automattic, Inc. wordpress.org
©-Feed Frank Bültge bueltge.de
WP-Syntax Steven A. Zahm connections-pro.com
WP-Syntax Editor Integration Plugin Markus Effinger effinger.org
TablePress Tobias Bäthge tablepress.org
WP-Appbox Marcel blogtogo.de
Contact Form 7 Takayuki Miyoshi contactform7.com
WP Antivirus Sergej Müller wpantivirus.de
Broken Link Checker Janis Elsts w-shadow.com
Cachify Sergej Müller cachify.de
Google XML Sitemap Arne Brachhold arnebrachhold.de
Limit Login Attempts Johan Eenfeldt konstdoktorn.se
Simple 301 Redirects Scott Nellé scottnelle.com
Snitch Sergej Müller wordpress.org
Wordpress Database Backup Austin Matzko austinmatzko.com
P3 (Plugin Performance Profiler) GoDaddy.com godaddy.com
Suchen & Ersetzen Frank Bültge bueltge.de
Term Management Tools scribu scribu.net

 

Fußnoten


  1. http://blog.wobintosh.de/2014/12/31/mein-wordpress-setup/ “wobintosh.de: Mein WordPress-Setup (vom 10.02.2012)” [return]
  2. http://www.elmastudio.de/wordpress-themes/ari/ “elmastudio.de: Ari” [return]
  3. http://themes.olivergast.de/dreizehn/ “olivergast.de: Theme Demo DREIZEHN” [return]
  4. http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ “creativecommons.org: CC-BY-SA 4.0” [return]