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Siwiarchiv Blogparade: Welche archivischen Blogs fehlen?

Das Blog des Siwiarchivs feiert seinen fünften Geburtstag, anlässlich dessen eine Blogparade ins Leben gerufen wurde. Thema sollen jene archivischen Blogs sein, die wir gerne schreiben würden, aber nie zu starten gewagt haben. Erstaunlicherweise habe ich erst kurz vor Veröffentlichung des Artikels darüber nachgedacht, daher kann ich hier meine Gedanken von neulich weiterverarbeiten. Was ich mir insbesondere wünschen würde, wäre ein aktives Archivblog aus dem Norden - insbesondere das niedersächsische Archivwesen scheint mir im Netz wenig aktiv zu sein.

Zwei neue Publikationsreihen aus niedersächsischen Archiven

Ich möchte kurz auf zwei (relativ) neue, kostenlose Publikationsreihen aus niedersächsischen Archiven hinweisen: Das Archiv - Zeitung für Wolfsburger Stadtgeschichte Seit Mai diesen Jahres gibt das Institut für Zeitgeschichte und Stadtpräsentation der Stadt Wolfsburg dieses Heft gedruckt und als PDF heraus. Der Fokus des Heftes liegt, wie schon der Titel nahelegt, weniger im Archivwesen als vielmehr in der Stadtgeschichte. In der aktuellen Auflage werden u.a. behandelt: Die Digitalisierung der Sexualität und ihre Folgen (Justin Hoffmann) Eine verpasste Chance!

Interessantes aus der Legislative

1. Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Kultur und Medien (22. Ausschuss) zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung - Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Kulturgutschutzrechts (Bundestags-Drucksache 18⁄8908) Die vom Ausschuss für Kultur und Medien empfohlenen Änderungen beziehen sich unter anderem auf die Möglichkeit für Eigentümer von Kulturgut, sich in einem sogenannten Negativattest bescheinigen zu lassen, dass ihr Kulturgut für eine Eintragung in ein Verzeichnis national wertvollen Kulturgutes nicht in Frage kommt.

Spiegel: Reform des StUG?

Im letzten Spiegel (22.2016) findet sich ein Beitrag von Stefan Berg über das Stasi-Unterlagen-Gesetz (StUG) 1, demzufolge der erste BStU, Hansjörg Geiger, im Zuge der Übernahme des BStU durch das Bundesarchiv eine Reform des StUG erfolgen sollte. Seiner Meinung nach sei das Gesetz in der aktuellen Fassung nicht vollständig verfassungskonform, weil weil die Sondersituation, die zur Einrichtung des BStU geführt hat, nicht länger existiert und die Informationen weitgehend rechtswirdrig gesammelt worden seien.

Tweets zum Niedersächsischen Archivtag 2016

Aus dem Grußwort des Präsidenten der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg: Piper: Informationen nach zehn Jahren quasi historisch #NAT16 — WobIntosh (@WobIntosh) April 18, 2016 Das Uniarchiv #Oldenburg wurde erst 2011 gegründet. #NAT16 — WobIntosh (@WobIntosh) April 18, 2016 Grußwort der Bürgermeisterin Oldenburgs, Germaid Eilers-Dörfler: Die Bürgermeisterin #Oldenburgs setzt große Hoffnungen in digitale Archive, hofft zukünftig “auf Schachteln” verzichten zu können #NAT16 — Norman Lippert (@normanlippert) April 18, 2016 Archive hätten für Stadte und Gemeinden schon immer einen hohen Stellenwert, sagt die Bürgermeisterin.

Tag der Archive 2016 - Tipps für Niedersachsen

Am 5./6. März ist Tag der Archive1, dieses Jahr mit dem Thema Mobilität im Wandel. Das ist eine wunderbare Gelegenheit, um sich über die Tätigkeit von Archiven zu informieren mal andere Archive kennenzulernen interessante Dokumente zum jeweiligen Thema kennenzulernen „Mobilität“ ist mehr als einfach nur eine Bewegung von A nach B. Der Begriff hat soziale, politische, technische und wirtschaftliche Dimensionen, die einander im Laufe der Geschichte wechselseitig beeinflusst haben. Man betrachte etwa die Erfindung der Eisenbahn und den dadurch angestoßenen wirtschaftlichen und politischen Wandel im 19.

Interessantes aus der Legislative

1. Unterrichtung durch die Bundesregierung - Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands 2016 (Bundestags-Drucksache 18⁄7620) Die Bundesregierung sollte die Aktivitäten für den Auf- und Ausbau eines zentralen ­E-Government-Portals sowie eines Open Data-Portals für die Bereitstellung von offenen Regierungs- und Verwaltungsdaten deutlich verstärken.1 Die Hochschulen benötigen individuelle Strategien für ihren Umgang mit den Herausforderungen der Digitalisierung. Nach Auffassung der Expertenkommission wird dieses Thema von vielen Hochschulen bisher noch vernachlässigt. Diese Strategien sind vor dem Hintergrund der jeweiligen Profilbildungsprozesse zu entwickeln.

Steht der Geschichte ein schwarzes Loch bevor?

Auf welt.de gibt es einen langen Artikel über die Archivierung digitaler Daten, der auch gut dazu geeignet sein dürfte, die Problematik „Laien“ verständlich zu machen. Sehr lesenswert! welt.de: Die Illusion vom sicheren Datenspeichern (Ulli Kulke, 03.12.2015) Passend dazu berichtet auch das Hamburger Abendblatt über die Thematik, wobei der Artikel der Welt etwas umfangreicher ist. abendblatt.de: Hamburgs Staatsarchiv droht ein Gedächtnisverlust (Juliane Kmieciak, 15.12.2015) Es gibt zu der Thematik aber auch positives zu vermelden: Einer amerikanischen Firma ist es gelungen, den auf 5 ¼“-Disketten gespeicherte digitale Nachlass des „Star Trek“-Erfinders Gene Roddenberry in lesbare Formate zu konvertieren.

Neue gemeinfreie Bilder

Die New York Public Library hat über 180.000 ihrer gemeinfreien Digitalisate bereitgestellt, darunter Fotos, Postkarten, Karten und Drucke. Insgesamt stehen damit die Digitalisate von 672.178 Objekten bereit. (via iRights)   Schon vor einiger Zeit, nämlich Ende November, hat das Stadtarchiv Kiel 150.000 gemeinfreie oder frei lizensierte (hauptsächlich CC BY-SA 3.0) Digitalisate bereitgestellt, darunter einige, bei denen man noch nach genaueren Informationen sucht. Leider gibt es keine Permalinks, dafür kann man über den „Warenkorb“ nicht nur mehrere Bilder gleichzeitig herunterladen, sondern auch eine PDF-Datei mit Vorschaubild und näheren Informationen erzeugen lassen, auf der dann wenigstens die Signaturen ausgegeben werden.

Archivlinks

1. Archiv im Stollen : 30. August 1975 – Einlagerung deutschen Kulturguts beginnt (WDR Stichtag) Der WDR hat in seiner Serie Stichtag am 30. August über die Einlagerung von Sicherungsfilmen im Barbara-Stollen berichtet. Die Audio-Datei kann über den Podcast-Feed bezogen werden.   2. Spracharchiv : Die Retter der bedrohten Sprachen (Deutschlandradio Kultur, Stephanie Kowalewski) Das Deutschlandradio berichtete über das Archiv für Bedrohte Sprachen (DOBES). Die Audio-Datei findet sich hier [Datei down].